Ein regelmäßiger Bluttest wird allen Veganern (und insbesondere Vegan-Umsteigern) empfohlen, um zu überprüfen, ob auch nach der Ernährungs-Umstellung alle benötigten Nährstoffe in ausreichender Menge aufgenommen werden. Der Bluttest hat nicht nur den Zweck, die Nährstoff-Versorgung sicherzustellen - er gibt einem auch selbst Sicherheit gegenüber verbreiteten Vorurteilen.

Häufige Fragen rund um den Bluttest

Mythos Blutbild

 Wenn man zur Blutuntersuchung geht, wird in den meisten Fällen ein sogenanntes kleines oder großes Blutbild gemacht. Ein "großes Blutbild" hat nichts mit der Bestimmung möglichst vieler Blutwerte zu tun: es handelt sich hierbei um ein so genanntes Differentialblutbild, bei dem die zellulären Anteile der Leukozyten (weiße Blutkörperchen) untersucht werden. Dies ist zwar wichtig bei Bluterkrankungen, wie Blutarmut, oder bei schweren Allgemeinerkrankungen, sagt aber recht wenig über den Nährstoffstatus aus.
Um Hinweise auf den Versorgungsstatus mit einzelnen Nährstoffen zu erhalten, bedarf es daher weiterer Tests. 

Selbstzahlen als Investition in die eigne Gesundheit 

Um einen umfassenden Überblick über die wichtigesten Vitamine und Mineralstoffe zu erhalten empfiehlt es sich, die relevanten Biomarker extra testen zu lassen. Diese IGeL-Leistungen („Individuelle Gesundheitsleistungen“) fallen allerdings nicht in den vertragsärztlichen Bereich der gesetzlichen Krankenversicherungen und müssen in der Regel selbst bezahlt werden.

Solche Tests kann man beim Hausarzt, Heilpraktiker oder im Direktlabor durchführen. Das Direktlabor hat den Vorteil das man dort unkompliziert und schnell einen Temin buchen kann. Klicke hier für eine Übersicht mit Direktlaboren.

Manchmal kann es sich dennoch lohnen, vorab bei der Krankenkasse oder in der Hausarztpraxis nachzuhaken, welche Labortests übernommen werden und welche nicht. Gerade private Kassen erstatten oft die Tests. Zudem gibt es vegan freundliche Krankenkassen wie die BKK ProVita die gezielt damit wirbt auch die Kosten für präventive Bluttests zu übernehmen.

Wenn Symptome für einen Nährstoffmangel vorliegen liegt es im Ermessensbereich des Arztes die Blutuntersuchung über die Kasse abzurechnen. Daher stellen manche sich überwiegend pflanzlich ernährende Personen ihren Gesundheitszustand bewusst schlechter da als er eigentlich ist umso eine Chance auf Kostenübernahme durch die Krankenkasse zu bekommen. Dies können wir hier nicht für gutheißen.

Die Preise richten sich nach der Gebührenordnung der Ärzte und sind somit meist recht fair. Die Kosten für die Blutentnahme betragen meist nur 4,2 Euro. Daneben fallen die Laborkosten an, deren Höhe davon abhängt, welche und wie viele Werte gemessen werden. Untenstehend findest du eine Liste mit den gängigsten

BiomarkerPreise nach der Gebührenordnung der Ärzte
Ferritin (Eisenspeicher)16,76 €
Vitamin D3 (25-OH-D3) 21,43 €
Vitamin B12 (Holo-TC) 21,43 €
Folsäure (B9)16,76 €
Zink6,04 €
Selen27,48 €
Calcium2,68 €
Magesium2,68 €
Jod60,33 €
Sonstige
"Schlechtes" LDL-Cholesterin  2,68 €
"Gutes" HDL-Cholesterin2,68 €
Triglyzeride2,68 €
Harnstoff (Proteinstoffwechsel)2,68 €
Großes Blutbild5,38 €
Kleines Blutbild4,03 €
Vitamin B638,21 €
Eiweiß, gesamt2,01 €
CRP (Entzündungsmarker)13,41 €
Omega 3 Index60,33 €